Skat als klassisches Kartenspiel

Besonders im deutschsprachigen Raum hat sich das Skatspiel bis heute als klassisches Kartenspiel etabliert und erhalten. Es ist im deutschsprachigen Raum entstanden und erfreut sich hier bis heute großer Beliebtheit. Der große internationale Durchbruch ist dem Skat aber bisher nicht gelungen.

Kurze Geschichte des Skat

Das ältere Kartenspiel Schafskopf stellte die Basis für das Skat zur Verfügung. Skat selbst entstand um 1820 in Altenburg in Thüringen. Die Stadt Altenburg richtete dann 1886 auch den ersten deutschen Skatkongress aus, zu dem mehr als 1000 Teilnehmer kamen. Bis heute ist die Stadt eng mit dem Skatspiel verbunden und beherbergt das Internationale Skatgericht und den Deutschen Skatverband.

Ein Kartenspiel als Sport?

Skat gehört nicht zu den Glücksspielen, obwohl es ein Glücksspielelement enthält. Es gehört eher in die Kategorie der Strategiespiele, andere sehen das Skat jedoch sogar als Sport an. Es werden regelmäßig sowohl Deutsche-, Europa-, und Weltmeisterschaften im Skat ausgetragen. Reglementierte Skatspiele finden ebenfalls innerhalb der Skat Bundesliga, den Skatvereinen und bei zahlreichen Turnieren statt. Die meisten Gelegenheitsspieler spielen das Kartenspiel jedoch einfach als angenehmen Zeitvertreib.

Kulturerbe Skat

Dass Skat zu den klassischen Kartenspielen gehört und eine besondere Bedeutung hat, steht außer Frage. Die große Popularität und weite Verbreitung haben dazu geführt, dass Skat inzwischen als Kulturerbe Deutschlands anerkannt ist. So hat die Deutsche UNESCO-Kommission das Skat im Jahr 2016 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes eingetragen.

Idiotenskat für echte Profis

Eine besondere Variante des Skat ist das Idiotenskat. Dabei werden die Spielkarten mit der Bildseite nach außen gehalten. Dadurch kann der Spieler nur sehen, welche Karten von anderen Spielern gehalten werden, nicht aber seine eigenen Karten. Der Spieler muss sich so seine eigenen Karten erschließen. Der Name Idiotenskat ist daher ein wenig irreführend. Diese Skatvariante kann erfolgreich nur von wirklichen Profis gespielt werden. Sie dient aber auch dazu, Skatrunden auf witzige Weise aufzulockern oder bei Spielen in Gaststätten die anderen Gäste zu verwirren.