• Schrift vergrößern
  • Schrift vergrößern
  • Standard wiederherstellen
  • Schrift verkleinern
  • Schrift verkleinern




Therapeutisches Reiten bietet viel Potential

IMG 5820Bundestagsabgeordnete sprechen in Balve über Fördermöglichkeiten

„Stellen Sie sich vor, ich biete Ihnen ein Therapieinstrument an, das empathisch und reaktiv ist, nachhaltig wirkt, exzellente Erfolge erzielt und zudem noch kostengünstig ist“ – so stellt die Ergotherapeutin und Reitlehrerin Kirsten Reppel-Böhmer das therapeutische Reiten vor.

Dieser Therapieform hat sich der Förderverein „Reiten für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen LA“ e.V. in Balve-Langenholthausen verschrieben. Die Ergotherapie, die der Verein anbietet, begleitet, unterstützt und befähigt Menschen, die in ihren alltäglichen Fähigkeiten eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Ziel der Ergotherapie ist es, Betätigung und Handlungsfähigkeit zu erreichen. Gleichzeitig wird Betätigung als therapeutisches Medium eingesetzt.

Um sich über die Angebote und Herausforderungen für diese außergewöhnliche Therapieform zu informieren, besuchte der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Menschen mit Behinderungen, Uwe Schummer, MdB jetzt gemeinsam mit der heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser den Hof Müller in Balve-Langenholthausen, wo die Therapiesitzungen stattfinden.

Im Gespräch mit der 1. Vorsitzenden des Vereins,  Nicole Müller-Westernacher und Ergotherapeutin Kirsten Reppel-Böhmer, ging es insbesondere über die Anerkennung als Krankenkassen-finanzierte Therapieform. Hier hat es im Jahr 2012 Änderungen in den Anforderungen an ergotherapeutische Maßnahmen gegeben, welche eine kassenärztliche Finanzierung unmöglich machten. Christel Voßbeck-Kayser, die sich bereits beim Sommerfest des Vereins mit den Verantwortlichen ausgetauscht hatte, konnte dem Verein gemeinsam mit ihrem Kollegen Uwe Schummer nun mehrere Möglichkeiten für eine Förderung aufzeigen: zum einen sei eine projektbezogene Stiftungsförderung eine Perspektive, zum anderen wollen die Politiker sich auch im Bundestag für die Reittherapie einsetzen. „Wir werden das Anliegen mit einer Anfrage in die entsprechenden Bundesausschüsse transportieren, um eine erneute Anerkennung und Förderung zu klären. Therapeutisches Reiten kann nach einem Unfall, bei Folgeerkrankungen, nach langjährigem Alkoholabusus oder durch Beeinträchtigungen seit der Geburt einen echten Mehrwert an Lebensqualität und langfristige eine Heilungschance bedeuten“, sagten die beiden Abgeordneten.

Im Anschluss an das Austauschgespräch konnten Christel Voßbeck-Kayser und Uwe Schummer an einer Reittherapiestunde teilnehmen. Hier zeigte sich den Bundespolitikern, mit wie viel Engagement und Fürsorge Mensch und Tier miteinander umgehen und die Therapie positive Wirkung auf den Körper des Patienten hat.

 

Hintergrund:

Der Förderverein „Reiten für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen LA“ e.V. in Balve-Langenholthausen ist seit 2013 als Verein in dieser Form tätig. Mit elf Pferden aller Größen werden 30 Patientinnen und Patienten aus einem Einzugsgebiet von rund 20 km behandelt. Das Alter der Patienten liegt dabei zwischen 2 und 78 Jahren.


© Christel Voßbeck-Kayser 2017 Erstellt mit dem CDU-Baukasten unter Joomla! Ein Service der VANAMELAND